Nach den teils gewaltsamen Demonstrationen vor der HSH-Nordbank-Passage am Wochenende, ist die Situation rund um den neu eröffneten "Thor...

Nach den teils gewaltsamen Demonstrationen vor der HSH-Nordbank-Passage am Wochenende, ist die Situation rund um den neu eröffneten "Thor Steinar"-Laden am Montag scheinbar ruhig. Drei Polizisten standen gestern noch vor dem am Donnerstag eröffneten Laden mit Namen "Brevik", der sich reger Kundschaft erfreut. Knapp 20 Schaulustige hatten sich im Halbkreis um den Laden postiert. Am Passageneingang Spitalerstraße hatten zwei Polizisten Stellung bezogen. Weitere warteten in Mannschaftswagen. Die Polizei sei auf alles vorbereitet, hieß es.

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Währenddessen beklagen die Geschäfte in der Passage deutliche Verluste. Die Stimmung ist gereizt, kaum einer will sich öffentlich äußern. "Ich habe allein 50 Prozent weniger Umsatz gemacht", sagt Rana Khan (35) von "Pizza und Pasta" stellvertretend. Grund: Viele ältere Hamburger seien durch die Anwesenheit der Polizei verunsichert, zudem würde einigen Personen der Zutritt zur Passage durch die Polizei verwehrt.

Wie lange die derzeitige Situation noch anhält, ist allerdings immer noch ungewiss. Auch am Montag gab es noch kein Ergebnis in der Auseinandersetzung zwischen den Betreibern des "Thor Steinar"-Ladens und der HSH-Nordbank, die den Laden schnell wieder schließen will. "Wir loten derzeit alle juristischen Mittel aus", wiederholte HSH-Nordbank-Sprecher Christian Buchholz gestern. Die Bank fühlt sich arglistig getäuscht, weil sie erst eine halbe Stunde vor Geschäftseröffnung davon erfahren habe, dass sich hinter dem Namen "Brevik" die Marke "Thor Steinar" verberge. Nach Angaben des Verfassungsschutzes dient das Tragen von "Thor Steinar" als identitätsstiftendes Erkennungszeichen unter Rechtsextremisten.

Uwe Meusel, Geschäftsführer der im Brandenburgischen Zeesen ansässigen Firma Mediatex GmbH, unter deren Dach die "Thor Steinar"-Kleidung an das rechte Klientel gebracht wird, betont seinen Willen, das Geschäft in Hamburg langfristig zu betreiben. Meusel zum Abendblatt: "Wir haben einen Fünf-Jahres-Vertrag und wollen den Standort in Hamburg behalten." Die HSH-Nordbank sei durchaus informiert gewesen, dass in dem von ihm gemieteten Laden "Thor Steinar"-Kleidung vertrieben werden solle: "So steht es ja auch in dem Mietvertrag, den wir unterschrieben haben", sagt Meusel.dfe, jel