Der Polizeieinsatz bei den Randalen nach dem "Schanzenfest" am Wochenende (29 Festnahmen, wir berichteten) hat ein Nachspiel: Mit einer schwarzen Brille hatten Polizisten einer speziellen Einheit aus Bremen Festgenommenen in mindestens vier Fällen minutenlang die Augen verbunden und so die Orientierung genommen - ein Mittel, das diese Beamten angeblich seit Jahren einsetzen, um etwa renitente Randalierer zu "beruhigen". Die Staatsanwaltschaft und das Dezernat Interne Ermittlungen prüfen jetzt das Vorgehen der Beamten. Eine Strafbarkeit sei jedoch zunächst nicht zu erkennen, hieß es. Antje Möller von der GAL forderte vom Senat in einer Kleinen Anfrage Aufklärung: "Das Verbinden der Augen gehört zum Repertoire von Unrechtsregimen." Polizeisprecher Ralf Meyer: "Diese Brille war bisher kein Einsatzmittel in Hamburg - und wird wohl auch keines werden."
Hamburg
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