Die ersten der 28 Jahre alten Linden auf dem Mittelstreifen der Reeperbahn am Spielbudenplatz sind gefällt. Das ist der Startschuß einer groß angelegten Umgestaltung der Reeperbahn.
In der kommenden Woche werden weitere 18 Linden an der nördlichen Häuserseite der Reeperbahn gefällt.
Blickfang der Rotlichtmeile zwischen Hein-Hoyer-Straße und Kleiner Seilerstraße wird der 4,50 Meter breite und buntbeleuchtete Mittelstreifen. Hier entsteht eine Reihe aus 110 Bäumen, die einem "Irokesen-Schnitt" ähneln sollen. Eine wechselweise Bepflanzung mit schlanken und kugelförmigen Bäumen soll den "Irokesen" nachbilden. Vorgesehen: Urweltmammutbaum, Säuleneiche, Pyramidenpappel. "Die Bäume werden von unten beleuchtet", sagt Professor Hinnerk Wehberg vom Landschaftsplanerbüro WES & Partner, das die Reeperbahn umgestaltet. Welche Farbe das "Irokesen-Licht" haben wird, ist noch unklar. "Rot ist es nicht", so Wehberg.
Der Mittelstreifen wird um einen halben Meter erhöht, damit die Bäume nicht wieder unter dem winterlichen Streusalz leiden, und er erhält einen 1,5 Meter hohen Zaun (Sperrgitter). Mit dem Irokesen und der Effekt-Beleuchtung soll der Mittelstreifen nach dem Wunsch der Stadtentwicklungsbehörde zu einer neuen "Identität" der Meile werden. Die Straße Reeperbahn (täglich 38 000 Autos) bleibt vierspurig. Die rechte Fahrspur wird einen halben Meter breiter, weil diese auch die Radfahrer nutzen sollen.
Der Gehweg an der nördlichen Seite wird auf 10,50 Meter verbreitert und mit grauen Platten gepflastert. "Er ist vergleichbar mit dem Gehweg an der Mönckebergstraße", sagt Behördensprecherin Kerstin Feddersen. Die Parkbuchten neben dem Gehweg entfallen. Es entsteht eine befahrbare Gehwegspur. Die Kosten der Umgestaltung der Reeperbahn werden aus dem mit 9, 5 Millionen Euro gefüllten Topf des Umbaus des Spielbudenplatzes gezahlt. Von Mitte März bis Mai wird die Reeperbahn nur zweispurig durch die Baustelle geführt. Die Umbauarbeiten sollen bis Mitte Mai abgeschlossen sein.













