Kommentar
Eines zeigt sich nach mehr als sieben Monaten Hartz IV immer deutlicher: Es ist nicht die einzige Schwäche der Reform, daß sie Langzeitarbeitslosen undifferenziert das Geld zusammenstreicht - und dabei auch diejenigen trifft, die über Jahrzehnte gearbeitet und brav in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben. Vielmehr stecken auch grundlegende Fehler in Hartz IV. Einer davon betrifft die Ein-Euro-Jobs.
Ein-Euro-Jobs: Wo es sie gibt
Von Arztbegleitung bis Biotoppflege
In Hamburg ist mittlerweile der größte Teil der 11 500 Jobs vergeben, bei denen sich Langzeitarbeitslose einen Euro pro Stunde zum Arbeitslosengeld II hinzuverdienen können. Wer sich die Tätigkeiten ansieht, bekommt allerdings schnell Zweifel daran, daß es sich hier lediglich um gemeinnützige und "zusätzliche" Arbeiten handelt.
Da werden Arbeitslose als Hilfsköche, Putzhilfen oder Einwerber für Sponsorengelder eingesetzt. Das legt den Verdacht nahe, daß die Ein-Euro-Jobs häufig das Gegenteil von dem bewirken, was sie sollten: Statt Arbeitslose in den Arbeitsmarkt zu integrieren, sorgen sie dafür, daß Menschen arbeitslos werden - weil es für Arbeitgeber billiger ist, einen Langzeitarbeitslosen putzen oder kochen zu lassen als eine reguläre Arbeitskraft.











