"Wir geben dem Müll einen Korb" - und zwar einen roten.
Das ist die neue Kampagne der Hamburger Stadtreinigung (HSR) für eine saubere Stadt. Bislang waren die Papierkörbe tarngrau, denn der ursprüngliche Gedanke der Stadtplaner war es, das öffentliche Mobiliar so unauffällig wie möglich zu gestalten. Damit ist nun aber Schluß: "Unsere Papierkörbe werden alle knallrot", sagt Berend Krüger, Geschäftsführer der HSR.
In Hamburg fallen jährlich in den 8600 Papierkörben der HSR 5000 Tonnen Müll an. Geleert wird etwa 30 000mal pro Woche. Ziel der Kampagne ist es, mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen, denn "nur freiwilliger Umweltschutz ist auch guter Umweltschutz, und der muß Spaß machen", sagt Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Michael Freytag (CDU). Deshalb werben die neuen roten Papierkörbe auch mit frechen Sprüchen für sich: "Laß uns schmutzige Dinge tun", oder "Ich bin für jeden Dreck zu haben", liest man in großen aufgeklebten Sprechblasen.
Noch in diesem Jahr sollen insgesamt 2000 rote Papierkörbe in der Stadt installiert werden. Bisher sind 600 Eimer rot umgespritzt worden, alle künftigen "Ersatzbeschaffungen" werden ab sofort in rot geordert. "Wenn mehr Müll in den dafür vorgesehenen Eimern landet, können wir auch Kosten reduzieren, denn das nachträgliche Müll-aufsammeln ist sehr teuer", sagt Rüdiger Siechau, ebenfalls HSR-Geschäftsführer.











