22.03.12

Bauarbeiten

Das Wichtigste zur Sperrung der A7

Wann ist gesperrt, wie und wohin weicht man am besten aus? Die Antworten auf die entscheidenden Fragen zur Autobahnsperre an der A7.

Von Oliver Schirg
Foto: dapd
Bauarbeiten an der A7
Bauarbeiten an der A7

Von Freitagabend an wird auf Hamburger Gebiet die Autobahn 7 zwischen dem Dreieck Nordwest und der Anschlussstelle Stellingen gesperrt. Der Grund: Die Brücke der Umgehungsbahn wird ausgetauscht. abendblatt.de gibt Antwort auf die wichtigsten Fragen:

Wie lange dauert die Sperrung?

Beide Fahrbahnen sind von Freitag, 22 Uhr, bis kommenden Montag, 6 Uhr, dicht. Insgesamt haben die Brückenbauer 56 Stunden Zeit.

Was ist der Anlass für die Sperrung?

Die Brücke der Umgehungsbahn muss ausgetauscht werden. Die Sperrung der Bahnstrecke dauert mit 71 Stunden etwas länger, da die noch die neuen Gleise an die alten angeschlossen werden müssen und Schotter verlegt werden muss.

Warum ist der Austausch der Brücke notwendig?

Die Autobahn 7 soll zwischen der Anschlussstelle Othmarschen und der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein erweitert werden. An der Baustelle ist der Ausbau von sechs auf acht Spuren vorgesehen. Die alte Brücke ist mit ihrer Länge von etwa 34 Metern zu klein. Die neue Brücke wird eine Länge von etwas mehr 50 Metern messen. Auf der Autobahn wird dadurch eine Durchfahrtsbreite von 46 Metern erreicht. Um das zu erreichen, mussten neue Betonlager, die Widerlager heißen, gebaut werden. Auf diese Widerlager wird die Stahlkonstruktion der neuen Brücke "abgelegt".

Wie schwer sind die Brückenteile?

Die alte Brücke wiegt rund 150 Tonnen. Die neue Brücke bringt etwa 350 Tonnen auf die Waage.

Wie werden die Brücken ausgetauscht?

Zunächst wird die alte Eisenbahnbrücke mit Hilfe eines 1000-Tonnen-Spezialkranes aus ihrer bisherigen Position gehoben und auf einer Trasse der gesperrten Autobahn abgelegt. Dort wird sie in ihre Einzelteile zerschweißt und zum Einschmelzen abtransportiert. Nach dem Abbau des Spezialkranes wird die Stahlkonstruktion der neuen Brücke, die bislang neben der Autobahntrasse lagert, durch Hydraulikpressen auf eine Höhe von 4,50 Meter gehievt. Dann wird der Koloss mit Hilfe von zwei Spezialfahrzeugen, sogenannte Kamags, um 90 Grad gedreht, so dass er quer zur Fahrbahn in der Luft "hängt". Die Kamags fahren die Stahlkonstruktion anschließend bis an die Stelle, wo die Brücke künftig platziert sein wird. Allein für Transport und Platzierung der neue Brücke haben die Brückenbauer rund zehn Stunden geplant.

Wie teuer ist das Ganze?

Das gesamte Projekt kostet rund 2,2 Millionen Euro. Bauherr ist die Deutsche Bahn AG. Mit der Durchführung des Projektes wurde die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und –bau GmbH (DEGES) durch die Stadt Hamburg beauftragt.

Wie viele Fahrzeuge sind von der Sperrung betroffen?

Den Angaben der städtischen Verkehrsbelastungskarte zufolge passieren im Durchschnitt täglich 136.000 Fahrzeuge die Stelle, an der die A7 jetzt gesperrt wird. Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof schätzt die Zahl der Fahrzeuge an einem normalen Wochenende auf rund 110.000 Fahrzeuge pro Tag. Auf wenn man davon ausgehen kann, dass viele Autofahrer am diesem Wochenende ihr Fahrzeug stehen lassen, müssen wohl doch deutlich mehr als 100.000 Fahrzeuge weiträumig oder innerstädtisch umgeleitet werden.

Wo können Schaulustige die Bauarbeiten beobachten?

Das wird schwierig. Der Bereich wird weiträumig gesperrt und die Zeit der Bauarbeiten über kontrolliert.

Wie kann man ausweichen?

Die Wirtschaftsbehörde empfiehlt jenen, die auf der Durchreise sind, die weiträumige Umfahrung Hamburgs über die Autobahn 1, die Autobahn 21 und die Bundesstraße 205. Innerstädtisch wird der Verkehr über die Holsteiner Chaussee und die Kieler Straße geleitet. Die Umleitungen tragen die Bezeichnungen U44 (von Norden) und U35 (von Süden). Wer kann, sollte sein Auto stehen lassen und Fahrrad, Bus oder Bahn nutzen.

Wie reagiert der Öffentliche Personen- und Nahverkehr?

Die S-Bahn (Strecke zwischen Stade und Neugraben) und die AKN setzen längere Züge in verkürzten Abständen ein. Die Hochbahn schickt zusätzliche Busse auf die Straße, um die Frequenzen trotz der befürchteten Staus zu gewährleisten. Die U-Bahn werde im Westen Hamburgs mit zusätzlichen Zügen unterwegs sein.

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Foto: Infografik Welt Online
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