Die Polizei wird wieder einmal zum "Prügelknaben" der Stadt deklariert. Es gibt kaum ein Wochenende in Hamburg, an dem nicht demonstriert und der Polizeieinsatz notwendig wird. Die erforderlichen Einsatzkräfte bekommen, egal wie sie sich verhalten, von den einzelnen Interessengruppen oder Teilen der Bevölkerung immer eine Schuldzuweisung. Obwohl Schüler ihre Schulpflicht nicht wahrgenommen und bei einer so genannten "Friedensdemo" erhebliche Gewalt angewendet haben! Obwohl einseitige, ideologisch geprägte Aussagen und Meinungen, wie auf den Plakaten ersichtlich, nicht der Völkerverständigung oder dem Erkennen einer Sachlage dienen! Hier sind Eltern und Lehrer aufgefordert, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein und die jungen Menschen zu differenziertem Denken und zu allumfassendem Meinungsbild zu fördern. Wer für den Frieden eintritt oder demonstriert, sollte zuerst Frieden im eigenen Umfeld schaffen! Klaus und Eleonore Hellberg, 22145 Hamburg Wenn wir, 17 und 19 Jahre alte Brüder, beide noch Schüler, die Berichterstattung und die Vorwürfe über den angeblich so brutalen Polizeieinsatz bei der Schülerdemo betrachten, kommt in uns die Wut hoch: Die eigentliche Demo war zu Ende, doch manche mussten ja unbedingt weiter her-umpöbeln. Die Polizei hat über eine halbe Stunde Steinwürfe auf sich einprasseln lassen, ohne einzugreifen. Außerdem wurde lange nur mit dem Wasserwerfer gedroht. Wer dann weitermacht oder wer nicht den Ernst der Lage erkennt, muss damit rechnen, dass hart durchgegriffen wird! Die Polizei hat richtig gehandelt. Das hatte am Ende nichts, aber auch gar nichts mehr mit einer Friedensdemo zu tun. Wir nehmen die Randalierer kein bisschen ernst in ihrem Bestreben nach Frieden! B. und L. Henschel, per E-Mail Die Anzeigen von Eltern sollten sich zuerst gegen die Schulen und die Schulbehörde richten. Die Schulen sind zum Unterricht verpflichtet und dürfen keinesfalls "Demo-Frei" erteilen. Hier haben klar die Schulen versagt, die Kinder trotz Anwesenheitspflicht zu Demonstrationen gehen lassen. Thomas Flemming, Elternratsmitglied Schule Oldenfelde, 22143 Hamburg Als Augenzeuge am Alsterufer muss ich sagen, dass ich das Verhalten der Polizei für einen Skandal halte. Auch wenn während der Abschlusskundgebung vereinzelt Gegenstände auf Polizisten geworfen wurden, ist dies noch kein Grund, gegen die gesamte friedliche Demonstration mit Wasserwerfern vorzugehen. Die Polizei lies den Organisatoren nicht die Zeit, den Rückzug zu organisieren. Sie weigerte sich zusätzlich auch noch, einen Polizeilautsprecher zur Verfügung zu stellen, um das Ende der Kundgebung bekannt zu geben. Klaus Hauswirth, Altona