Autonome randalierten in der Waitzstraße - Störer auch in der Innenstadt

Ihre Zerstörungswut war groß: Während auf St. Pauli am Wochenende 500 Menschen für Bambule und gegen Innensenator Ronald Schill (44) friedlich demonstrierten, haben 20 so genannte linke Autonome die Waitzstraße in Othmarschen "entglast". Bei fünf Banken warfen sie mit Pflastersteinen die Scheiben ein, kaum ein Fenster blieb heil. Sachschaden: mehrere Zehntausend Euro.

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Mit den Randalierern hatte die Polizei, die die Kräfte auf St. Pauli gebündelt hatte, nicht gerechnet. Als die Beamten eintrafen, waren die etwa 20 Vermummten bereits auf Fahrrädern Richtung Elbe geflüchtet. Sie hinterließen Scherben und Flugblätter, auf denen sie das Motto für die Olympischen Spiele 2012 in Hamburg verunglimpften. "Feuer und Flamme für Hamburg" stand auf den Zetteln, und weiter: "Gegen Banken, Brechmittel, Folter, Rassismus, Ausbeutung und geschlossene Heime". Die Polizei geht davon aus, dass die Zerstörer zunächst an der Demo auf St. Pauli gegen den Mitte-Rechts-Senat teilgenommen hatten und sich dann für die "Aktion" in Othmarschen absplitteten.

Bambule-Sympathisanten versuchten am Sonnabend das Vorweihnachtsgeschäft in der City zu behindern. Mit Radios, eingestellt auf den Sender "Freies Sender Kombinat" (FSK), liefen sie über die Mönckebergstraße, den Rathausmarkt und Gänsemarkt. Sieben Protestler verkleideten sich als Sternensänger. Sie zogen in Engelskostümen durch die Innenstadt, sangen Weihnachtslieder so falsch wie möglich und skandierten immer wieder "Schill muss weg" und "Viva Bambule". Am Gänsemarkt belästigen sie Passanten, die in Geschäfte wollten. Die falschen Sternsänger wurden schließlich von der Polizei in Gewahrsam genommen. Sie kamen nach Ladenschluss wieder auf freien Fuß.

Vor den Passagen Hanse-Viertel und Hamburger Hof versuchten kleine Gruppen von Protestlern immer wieder, die Menschen vom Betreten der Passagen und vom Einkaufen abzuhalten. Sie riefen "Protest statt Kommerz" und erhielten dann von Polizeibeamten Platzverweise. Verletzt wurde bei diesen Protesten niemand.kj