"Sie ist wunderbar", sagt ihr Chef. "Loyal bis zum Gehtnichtmehr. Absolut zuverlässig." Christine Grzonka mag zu so viel Lob gar nichts sagen - dafür ist sie zu bescheiden.

Schon vor 20 Jahren arbeitete die gebürtige Polin als Toilettenfrau im Hansa-Varieté-Theater, das jetzt wieder geöffnet hat. Von 18 bis 23 Uhr ist sie im Dienst, guckt, ob alles sauber ist. Die Vorstellungen verpasst sie dabei. "Dafür gehe ich ab und zu ins St.-Pauli-Theater!"

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Zu Hause ist die 68-Jährige in Neu-Allermöhe, lebt mit Ehemann Len (72) in einer 1,5-Zimmer-Wohnung. Es ist die große Liebe. Die beiden haben sich in der Grundschule kennengelernt und feiern 2010 goldene Hochzeit. Frau Grzonka ist ein Familienmensch. Ihr Sohn und ihre drei Enkel (24, 23, 6) wohnen in der Nähe. "Ich bin gern Oma. Der Kleine, Patrick, ist so lieb." Mit ihm tanzt sie, sie verkleiden sich und malen.

Seit drei Jahren besucht sie einen Malkursus in Klein Flottbek. Zuerst benutzte sie Buntstifte und Kreide, jetzt malt sie mit Öl: "Am liebsten Blumen."

Ihre eigenen Blumen, ihr Obst und Gemüse genießt sie dagegen nur einmal im Jahr im Schrebergarten in Polen. Christine Grzonka lacht herzlich: "Alle sagen, ich bin blöd, weil ich einen Garten habe, den ich nur einmal im Jahr sehe!"(gen)