Mäzene gesucht Wissenschaft zum Mitmachen an der Uni Hamburg

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Die Universität Hamburg sucht Mäzene, um Schätze aus ihren Sammlungen zu erhalten und zudem öffentlich zugänglich zu machen.

Hamburg. Sammlung sucht Stiftung - mit diesem Motto startet die Universität Hamburg eine Werbekampagne für ihre 20 universitären Sammlungen. Diese Kampagne greift Hamburger Tradition auf: Es waren Hamburger Bürger, Kaufleute, Reeder und Stifter, die die universitären Hamburger Sammlungen schufen. Jetzt hofft die Uni, dass die Hamburger ihr erneut helfen, dieses kulturelle Erbe zu erhalten. Zur Auftaktveranstaltung am Donnerstag hat Universitätspräsident Dieter Lenzen Hamburger Stiftungen ins Gästehaus der Universität eingeladen. "Wir wollen mit dem Treffen zeigen, was für Schätze in unseren Sammlungen schlummern, und Stiftungen, aber auch Privatleute ermutigen, für den Erhalt und die Erschließung dieser Sammlungen aktiv zu werden", sagt Lenzen.

Himmelsboten vom Mars und Mond, Insekten in Bernsteingräbern, Nutzpflanzen aus aller Welt, seltene Versteinerungen, anatomische Modelle, Schriften zur französischen Revolution, historische Astrofotografien, antike Skulpturen, Orchideen aus Zentralafrika, ein weltweit einzigartiger Narwal-Schädel - die Vielfalt der Objekte in den Sammlungen ist beeindruckend, doch die meisten sind nicht zugänglich. Dabei ist das Interesse an ihnen groß. Kürzlich erst, als sieben der sonst teilweise verschlossenen Sammlungen ihre Türen für einen Tag öffneten, kamen mehr als 5500 Besucher.

"Wir wollen erreichen, dass die Sammlungen eine Brücke von der Forschung zur Bildung schlagen. Sie können, wenn wir sie erschließen und öffnen können, zu einem herausragenden Ort für Bildung, Wissenschaftskommunikation und Wissenstransfer werden", sagt Lenzen, und das zeigen die Sammlungsleiter an 16 Projekten, die sie für diese Kampagne erarbeitet haben. Auf gut 1,5 Millionen Euro belaufen sich die Kosten, um alle diese Projekte zu verwirklichen und professionell zu bewerben. Dafür erhalten die Stifter attraktive Möglichkeiten, ihren Namen zu präsentieren. So würden Ausstellungen wie "Als die Meeressaurier durch Hamburg schwammen - Norddeutschland vor 100 Millionen Jahren" oder vom "Abakus zum Computer" die Mäzene nennen oder auch die digitalen Präsentationen von Sammlungen wie die der Vor- und Frühgeschichte oder von neuropathologischen Hirnschnitten. Ein Fenster zur Wissenschaft könnten die attraktiven Schausammlungen der Zoologie, Mineralogie und Geologie/Paläontologie sein. Wer sich engagieren möchte, erhält unter 040/428 38 18 04 oder Christiane.kuhrt@hvn.uni-hamburg.de mehr Informationen.