27.02.13

Immobilien

Baukredite in Hamburg stark gefragt

Die Deutsche Bank steigert Finanzierungsvolumen für Immobilien in der Hansestadt um 19 Prozent. Neuverträge über 432 Millionen Euro.

Foto: Klaus Bodig
Deutsche Bank Empfang
Stefan Knoll ist Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Bank Hamburg

Hamburg. Die Baufinanzierung ist aktuell einer der erfolgreichsten Geschäftszweige der Deutschen Bank: Der Konzern hat im Jahr 2012 nach eigenen Angaben jede sechste Immobilie in der Bundesrepublik finanziert. In Hamburg wuchs das Baufinanzierungsvolumen des Instituts um gut 19 Prozent auf mehr als 1,5 Milliarden Euro, neu abgeschlossen wurden Verträge über 432 Millionen Euro.

"Diese Tendenz setzt sich auch im neuen Jahr fort", sagt Stefan Knoll, Leiter der Region Hamburg/Schleswig-Holstein für Privat- und Geschäftskunden. Für die Kunden sei das äußerst niedrige Zinsniveau attraktiv, während der Bank die weiter anziehenden Immobilienpreise im Hinblick auf die Absicherung entgegenkommen. Der Preisanstieg sei angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung Hamburgs "solide und gesund", sagt Knoll: "Von einer Blasenbildung sind wir weit entfernt."

In dem von Knoll geleiteten Segment betreut die Bank in Hamburg 340.000 Personen, wobei im vorigen Jahr vor Abzug von Abgängen 27.000 Privat- und 4000 Geschäftskunden gewonnen werden konnten. Ein großer Teil dieser Neuzugänge war zuvor mit hoch verzinsten Festgeldangeboten angelockt worden. "Knapp die Hälfte der Kunden bleibt nach dem Auslaufen dieser Angebote bei uns", so Knoll. Vor drei Jahren hatte die Deutsche Bank allerdings noch über 365.000 Kunden in Hamburg berichtet.

Das Anlagevolumen in der Hansestadt nahm von 7,8 Milliarden auf 8,2 Milliarden Euro zu, wobei der Umfang der Wertpapierdepots von 3,2 Milliarden auf 3,4 Milliarden Euro vorankam.

Schon die Hälfte der Hamburger Kunden nutzt auch das Online-Banking. Für komplexere Baufinanzierungen sowie für die Alters- und Berufsunfähigkeitsvorsorge, die die Deutsche Bank künftig noch stärker voranbringen will, sei das Internet aber nicht der richtige Vertriebsweg. Außerdem brauche man die Filialen - es sind 32 im Stadtgebiet - als "Saugnäpfe" in den Märkten. Derzeit gebe es keine Pläne, im Filialgeschäft abzubauen, sagt Knoll. Die Effizienz der Beratung im Privatkundensegment sei aber nicht zuletzt wegen der neuen Vorschriften zum Verbraucherschutz deutlich gesunken: "Wenn früher jemand fragte, ob wir ihm eine bestimmte Aktie empfehlen können, dauerte das Gespräch vielleicht zehn Minuten, heute kann es eine Stunde dauern."

Im Geschäft mit vermögenden Privatkunden hat das Unternehmen nach Angaben von Rainer Grähling, Leiter dieses Bereichs für die Region Hamburg, das Volumen der Kundengelder in der Region um fast zehn Prozent auf 5,1 Milliarden Euro gesteigert. Nach Einschätzung von Grähling bleiben Aktien die attraktivste Anlageklasse.

Das Firmenkundengeschäft habe sich im Norden überdurchschnittlich gut entwickelt, sagt Olaf Meuser, dessen Bereich 92.000 mittelständische Kunden in der Region Hamburg/Schleswig-Holstein betreut. Für 2013 sei man zuversichtlich.

(v.m.)
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