Energiegipfel im Rathaus Scholz: "Pflicht, dass Energiewende klappt"

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Umweltverbände lobten die Initiative des Senats, kritisierten aber gleichzeitig, dass in Hamburg zu wenig getan werde.

Hamburg. Nach dem ersten Gipfeltreffen zur Energiewende in Hamburg am Mittag im Rathaus haben die meisten Beteiligten ein positives Fazit gezogen. "Es ist gut, dass wir damit begonnen haben", sagte Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Denn Politik und andere Entscheidungsträger hätten die "Pflicht", dafür zu sorgen, dass die Energiewende klappt. Gemeinsam mit Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD), Bausenatorin Jutta Blankau (SPD) sowie Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) hatte er Vertreter der Handels- und Handwerkskammer, Energieversorgungsunternehmen, Wissenschaft, Naturschutzverbände und Wohnungswirtschaft ins Rathaus eingeladen.

"Wie groß das Bedürfnis war, über dieses Thema zu sprechen, sieht man daran, dass gar nicht alle Themen drankamen", so Scholz. Daher wolle er noch vor der Sommerpause ein zweites Treffen veranstalten. Er habe durchaus die Hoffnung, dass von den vorgestellten Maßnahmen auch einige in die Tat umgesetzt werden.

Am Donnerstag ging es zum Beispiel um die Fragen, was der Hafen zur Energiewende beitragen kann - zum Beispiel durch eine Landstromversorgung von Schiffen -, und wie Unternehmen Energie sparen können. Beim nächsten Treffen soll vor allem der Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Wärmeversorgung der Stadt debattiert werden.

Vertreter von Umweltverbänden lobten zwar auch die Initiative des Senats für so einen Informationsaustausch, kritisierten aber gleichzeitig, dass in Hamburg zu wenig getan werde. "Der Senat möchte den Eindruck erwecken, er sei die treibende Kraft bei der Energiewende, aus unserer Sicht ist das aber nicht der Fall", sagte der Nabu-Vorsitzende Alexander Porschke.

Das zwischen Senat und Umweltverbänden umstrittene Thema Netzrückkauf kam bei dem Treffen im Rathaus nicht zur Sprache.