Schifffahrt 100 Windparks in Nord- und Ostsee warten auf Genehmigung

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Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie zieht Bilanz zu Entwicklungen bei Windparks. 25 Projekte sind derzeit im Bau.

Hamburg. In der Nord- und Ostsee stehen noch knapp 100 Windparks vor ihrer Genehmigung. Beim zuständigen Bundesamt für Seesschifffahrt und Hydrographie (BSH) laufen bislang 126 Genehmigungsverfahren für Offshore-Windparks, teilte die Präsidentin Monika Breuch-Moritz am Dienstag in Hamburg mit. 29 davon seien bereist genehmigt; gebaut werde in acht Windparks. Die Fertigstellung wird sich noch etliche Jahre hinziehen.

Das BSH erforsche außerdem am Rande des Offshore-Windparks Alpha Ventus die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf die Umwelt und die Kräfte, die auf solche Anlagen wirken. Die Ergebnisse würden in den Genehmigungsverfahren berücksichtigt.

Neue Entwicklungen bei der Offshore-Windenergie und die sichere Navigation auf See sind zwei der Themen, die heute im Mittelpunkt stehen, wenn das Bundesamt in Hamburg seine Jahresbilanz vorstellt. Das BSH mit Dienstsitz in Hamburg und Rostock ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesverkehrsministeriums mit 840 Mitarbeitern.

Zuletzt hatte die Behörde vor zwei Wochen darauf aufmerksam gemacht, dass halbfertige Windräder in der Nordsee eine Gefahr für die Schifffahrt darstellen könnten. Zwar seien die Baustellen gesichert und abseits der großen Schifffahrtsrouten, doch könnten Schiffe von ihrem Kurs abkommen und diesem Fall von den Fundamenten im Meeresboden aufgeschlitzt werden.