Pflegekind Jeremie darf Weihnachten bei seinen Großeltern feiern

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Am Mittwoch war der Elfjährige nach wochenlanger Flucht wieder aufgetaucht. Das Fest darf er nun offenbar bei seinen Angehörigen verbringen.

Hamburg. Der elfjährige Ausreißer Jeremie darf Weihnachten einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge bei seinen Großeltern verbringen. "Endlich wieder zu Hause", habe der Junge bei seiner Ankunft im Reihenhaus seiner Großeltern in Hamburg am Sonntag gerufen, schreibt die Zeitung in ihrer Montagausgabe.

Das Jugendamt Hamburg-Mitte hatte das Pflegekind bei einem Wanderzirkus in Mecklenburg-Vorpommern untergebracht, bei dem es seit knapp zwei Jahren lebte. Dort riss Jeremie am 20. November aus und blieb vier Wochen lang verschollen. Erst am vergangenen Mittwoch tauchte er wohlbehalten wieder in Hamburg auf und wurde von seinen Großeltern – bei denen er früher gelebt hatte – in eine Klinik gebracht. Dass Jeremie angeblich die Feiertage nicht bei seinen Großeltern verbringen durfte, soll ein Auslöser für seine Flucht gewesen sein.

Wie es mit dem Kind weitergeht, soll nach einem Bericht das Radiosenders NDR 90,3 im Januar entschieden werden. Die Sprecherin des zuständigen Bezirksamts Hamburg-Mitte, Sorina Weiland, konnte dazu am Montag nichts sagen. Am Donnerstag hatte sie erklärt, das Jugendamt führe mit mehreren Hamburger Einrichtungen Gespräche über die künftige Unterbringung des Jungen.

Bevor Jeremie in den Wanderzirkus kam, hatten mehrere Träger in der Hansestadt die Aufnahme des als schwierig geltenden Kindes abgelehnt.