Kinderbetreuung Senator sieht Hamburg beim Krippenausbau an der Spitze

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Mit einer Betreuungsquote von 35,8 Prozent führt Hamburg laut Sozialsenator Detlef Scheele die westdeutschen Bundesländer an.

Hamburg. Vier Monate nach der Einführung des Rechtsanspruchs für Kinder ab zwei Jahren auf einen Krippenplatz hat die Hamburger Sozialbehörde eine positive Bilanz gezogen. Der Rechtsanspruch funktioniere und beim Ausbauprogramm sei die Hansestadt im Plan, sagte Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) am Dienstag. Die Zahl der betreuten Krippenkinder unter drei Jahren habe sich seit 2002 bis zum 1. März dieses Jahres um rund 10.500 auf 17.700 erhöht. Bundesweit sei Hamburg im Krippenbereich mit einer Betreuungsquote von 35,8 Prozent Spitzenreiter unter den westdeutschen Bundesländern.

Hamburg hat seit dem 1. August 2012 einen Rechtsanspruch auf Betreuung für Zweijährige – unabhängig davon, ob die Eltern berufstätig sind oder nicht. Deutschlandweit tritt der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz für Kinder unter drei Jahren erst im Sommer 2013 in Kraft. Die Stadt habe bereits zahlreiche Anstrengungen unternommen, damit es genug qualifizierte Erzieher gebe, betonte Scheele. "Wir haben nicht den Eindruck, dass wir auf einen Engpass zusteuern."

Auch bei der Betreuung von Kindern ab drei Jahren bis zur Einschulung gab es eine Steigerung. Die Quote erhöhte sich seit 2002 von 81 auf 93,6 Prozent und entspricht damit dem aktuellen westdeutschen Durchschnitt, hieß es. Mit dieser Entwicklung verdoppelten sich allerdings auch die Kosten für die Kindertages-Betreuung von rund 235 Millionen Euro auf 475 Millionen Euro. 2013 will die Sozialbehörde weitere 42 Millionen Euro und 2014 weitere 45 Millionen Euro in die Betreuung investieren.