30.11.12

Planten un Blomen

Wird Eislaufbahn in Planten un Blomen größer und schöner?

Weil die Anlage beliebt, aber veraltet ist, hat die SPD-Fraktion neue Pläne. Auch für eine Nutzung im Sommer gibt es schon Überlegungen.

Von Nathalie Schnabel
Foto: Reto Klar
Eislaufbahn Hamburg
Die Eislaufbahn in Planten un Blomen

Hamburg. Das winterliche Eislaufen in Planten und Blomen hat für viele Hamburger Tradition und erlebt auch derzeit wieder großen Zuspruch. Doch die Eisbahn ist bereits seit Jahren dringend sanierungsbedürftig. Nun soll der Senat sieben bis acht Millionen Euro in die Hand nehmen, um die Eisbahn auf den neuesten Stand zu bringen - und damit zu erhalten. Das fordert die SPD-Bürgerschaftfraktion. Betonfundament, die Eistechnik und die Decke seien bereits veraltet, erklärt SPD-Bauexperte Dirk Kienscherf und bestätigt damit einen Bericht der "Hamburger Morgenpost". Wenn nun Schäden entstehen sollten, sei es kaum noch möglich Ersatzteile zu beschaffen, so Kienscherf.

"Die Eisbahn ist keine Hochkultur für wenige, sondern dank ihrer niedrigen Eintrittspreise besonders bei Familien und Jugendlichen beliebt. Der Erhalt der Anlage ist deshalb dringend erforderlich", sagt Kienscherf. Doch nicht nur eine Sanierung ist im Gespräch. Im Rahmen der Arbeiten sollen auch eine Vergrößerung der Eisfläche und weitere Nutzungsmöglichkeiten geprüft werden - wie beispielsweise ein Beach-Club im Sommer.

"Die Eisfläche könnte um rund 40 Quadratmeter vergrößert werden", berichtet Kienscherf. Auf dieser Fläche könnte eine 200 Meter lange Eisschnelllauffläche entstehen. Auch ein Eishockey-Feld ist im Gespräch. "Die Fläche soll aber hauptsächlich der Freizeit dienen, nicht dem Sport", so der SPD-Experte. "Im Vordergrund steht die Sanierung."

Die Sanierung soll nach den aktuellen Plänen in einem zweistufigen Verfahren erfolgen. Zuerst sollen 300.000 Euro Planungskosten bereit gestellt werden. Nach Vorlage der Ergebnisse sollen dann die notwendigen Sanierungsmittel auf den Weg gebracht werden. Eine erste grobe Kostenschätzung sieht dann noch einmal eine Investition von rund sieben bis acht Millionen Euro vor. Im Frühjahr sollen die Planungen losgehen, Baubeginn soll voraussichtlich im Frühjahr 2014 sein. Dabei soll darauf geachtet werden, dass die Eislaufzeit möglichst nicht verloren geht.

Aktuell hat die Eislaufbahn pro Saison rund 137.000 Besucher. "Das Hauptziel der Sanierung ist, dass wir das erhalten können", sagt Kienscherf. Aber auch weitere Nutzungsmöglichkeiten sind für den Sommer im Gespräch, die noch mehr Gäste anlocken könnten. Ein mögliches Modell wäre beispielsweise ein Beach-Club. Auf die Betonfläche könne dann in der heißen Jahrezeit einfach Sand aufgeschüttet werden. Das müsse dann aber mit dem künftigen Betreiber zu gegebener Zeit überlegt werden. "Man kann aus der Fläche etwas machen", ist sich Kienscherf sicher. Dennoch soll auch im Sommer vieles bleiben, wie es ist: zum Beispiel das Theaterprogramm für Kinder und eine große Fläche für Skater. "Die Fläche soll größtenteils öffentlich bleiben", so der Experte.

Nach der Sanierung wird es eine neue Ausschreibung für den Betreiber der Eislaufbahn geben. Kienscher sagt dazu: "Der jetzige Betreiber macht einen hervorragenden Job, und es spricht aus unserer Sicht nichts dagegen, den Vertrag zu verlängern."

Bereits 2008 war eine Sanierung und Modernisierung vorgesehen, die durch einen Investorenwettbewerb realisiert werden sollte. Dieses Modell erwies sich allerdings als nicht tragfähig.

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