Gesundheitswesen Hamburgs Klinik-Patienten sind die teuersten

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4628 Euro kostet die Behandlung von stationär aufgenommen Patienten durchschnittlich. Für den Minus-Rekord gibt es Gründe.

Hamburg. Die Behandlung von Patienten im Krankenhaus war im vergangenen Jahr in Hamburg teurer als in allen anderen Bundesländern. Ein stationär aufgenommener Patient kostete durchschnittlich 4628 Euro, das sind 322 Euro mehr als im Jahr davor, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Im vorvergangenen Jahr lag Hamburg hinter Bremen auf dem zweiten Platz bei den Kosten. Im bundesweiten Durchschnitt stiegen 2011 die Behandlungskosten um 2,5 Prozent auf 3960 Euro.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in den 47 Hamburger Krankenhäusern mehr als 461 000 Patienten stationär behandelt. Die Durchschnittskosten je Behandlungsfall werden nach Angaben des Amtes vom Versorgungsangebot sowie von der Art und Schwere der behandelten Erkrankungen beeinflusst. Hamburg hat als Zentrum der Metropolregion mit teilweise spezialisierten und gut ausgestatteten Krankenhäuser mehr schwierige und damit teure Operationen zu bewältigen. Zudem gehen in die Kostenkalkulation auch Ausgaben für nichtstationäre Leistungen ein, zum Beispiel für Forschung und Lehre, die in Hamburg relativ höher sind.