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Schwere Vorwürfe gegen Pädagogen der Grundschule Ratsmühlendamm

In Fuhlsbüttel ermittelt der Staatsanwalt. Schulbehörde sieht kein Fehlverhalten

"Schüler misshandelt? Lehrer unter Verdacht", Hamburger Abendblatt 21.Januar

Regelrecht entsetzt bin ich über den billigen, schlechten Stil, in dem das HA sich über die angeblichen Missstände an der Schule Ratsmühlendamm äußert. Kann es sein, dass das HA in diesem Artikel die Wirklichkeit verfälscht und somit seine Leser getäuscht hat? Munter drauflos haben Sie eine Meldung über die wohl vorliegende Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen Lehrer dieser Schule vermischt mit dem Abschreiben von anonymen Beschuldigungen aus dem Internet. Davor hat das HA keine Scheu, Ziel war es ja wohl, eine schön reißerische Story zu basteln, wie alleine schon die Gestaltung der Überschrift deutlich macht. Nüchtern formuliert und unter Einhaltung journalistisch-ethischer Grundregeln würde das vielleicht keiner lesen. Anonyme Anschuldigungen und Diffamierung aus dem Internet, das ist ja wohl die unterste Schublade, aus denen ein Reporter sich bedienen kann, oder? Die positiven oder einfach völlig normalen Aussagen der Eltern, die letzte Woche vor der Schule zum Thema befragt wurden, verschweigt man natürlich. Passt schließlich nicht ins Konzept. Ganz geschickt wurde unten noch der Hinweisblock ?Was tun bei Lehrergewalt?? plaziert, so dass auch der dümmste anzunehmende Leser gleich mitbekommt, um was es hier angeblich geht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, gell, Herr Knierim ... (siehe Leserbrief von der sogenannten Elterninitiative). Hier hat sich das HA wohl ganz offensichtlich für eine regelrechte Medienkampagne Einzelner gegen die Schule benutzen lassen. Wenn man langsam merkt, was hier in Wirklichkeit auf welchem unsäglichen Niveau gespielt wird, ist der erste Gedanke "Ned amoi ignoriern...", um es mit Karl Valentin zu halten. Schlimm ist aber, dass Sie damit wirklich Schaden anrichten. Unser 8-jähriger Sohn besucht auch diese Schule, er reagierte sehr irritiert und wütend, als er diesen Artikel las: "Die lügen! Das stimmt nicht!" Er fühlt sich nämlich, wie wohl die meisten Kinder dort, sehr wohl in seiner Schule. Ihr Chefredakteur sieht sich mit dem HA ja in der Pflicht als "Wirklichkeitsabbilder": Dann mal zu, es gibt noch viel zu tun, um die tatsächliche Wirklichkeit an der Schule Ratsmühlendamm darzustellen, was Ihnen ja langsam anhand der vielen Leserbriefe dämmern müsste. Vielleicht kommen Sie ja doch ins Nachdenken und schreiben noch mal differenzierter über dieses sensible Thema? Barbara Pfeiffer

Leider haben mich die Aussagen Ihrer Frau Mikuteit in bezug auf korrekten Journalismus bei der Recherche zur Thematik Schule Ratsmühlendamm nicht überzeugt. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass mit kalkulierter Effekthascherei zu großzügig einseitig recherchiert wurde. Die Historie wurde leider nicht berücksichtigt. Auch die direkt Ansprache Minderjährige durch ihre Mitarbeiter ist fragwürdig. Mir kommt das ganze wie eine organisierte Hetzjagd vor. Anonym geäußerte Kritiken werden relativ unreflektiert zugrundegelegt. Diejenigen aber, die genügend Mumm hätten sich mit offenem Visier und öffentlich zu den vorgebrachten Dingen zu äußern, werden dann angeblich nicht gefunden. Journalisten haben wohl nur wenig Zeit. Eins haben Sie jedenfalls erreicht, Sie und unsere Schule sind im Gespräch. Wie wollen Sie eigentlich den Schaden wieder gutmachen, wenn sich die Vorwürfen als haltlos darstellen sollten. Auch für Sie sollte die Unschuldsvermutung gelten. Sie wissen doch, wenn man mit Dreck wirft, bleibt immer etwas hängen. Dass Sie sich hier eventuell zum Vehikel einiger weniger machen lassen, macht mich sprachlos und enttäuscht aufs Tiefste. Haben Sie eigentlich mal recherchiert, wie es den Kindern, die zwischenzeitlich die Schule gewechselt haben, geht? Oder zu wenig Zeit? Es ist natürlich einfach anonyme Kritik aus einem Forum zu übernehmen und opportunistisch die gleiche Richtung einzuschlagen. Skandal, Empörung, schlimme Lehrer, Kindesmisshandlung etc.. Der Zeitgeist lässt grüßen. Mit ausbalancierter Recherche hat das wenig zu tun. Wenn Ihre Redakteurin sich dann auch noch damit rausredet, keiner derjenigen Eltern die der Schule positiv gegenüberstehen, hätte sich äußern wollen, dann denke ich mir auch hierzu meinen Teil. Sich auf Kritiken zu stützen ,die in der Anonymität geäußert wurden halte ich für fahrlässig. Und hierin liegt genau der Vorwurf, den Sie sich machen lassen müssen. Wenn natürlich an den Vorwürfen etwas dran sein sollte, dann muss natürlich etwas geschehen. Aber da es sich um eine sensible Thematik handelt, hätten Sie eben auch sensibler mit eben dieser Thematik umgehen sollen, zum Wohle aller Beteiligten. Meine inständige Hoffnung ist, dass sich weder die Kinder, die engagierten Eltern noch die Lehrer sich, ob dieser Pauschalverurteilungen desillusionieren lassen. Clemens seidel

Erst einmal ein großes Lob an die Schulleitung und das Lehrerkollegium der Schule Ratsmühlendamm, die zum Wohle der betroffenen Kinder auf eine Teilnahme an dieser unsäglichen Medienschlacht verzichtet. Demgegenüber die anderen Beteiligten, die aus eigenen Interessen diese forcieren. Die Betreiber von Schulradar haben endlich die Öffentlichkeit, um Werbung für ihre Seite zu betreiben. Die Eltern der vermeintlich misshandelten Kinder eröffnen einen Nebenschauplatz, um davon abzulenken, warum ihre Kinder Schwierigkeiten in der Kindergartenzeit und in der Schule, gerade auch mit ihren Mitschülern haben und daher in der dritten Grundschulklasse auch schon die dritte Grundschule besuchen. Und dann auch noch die Politik! Warum Herr Eishold, der ja im Bezirk Fuhlsbüttel tätig ist, nicht den direkten Kontakt sucht, sondern dies medienwirksam macht, ist nicht nachvollziehbar. Oder, doch? Nicht nachvollziehbar ist auch, dass sich das Hamburger Abendblatt ohne selbst Rechercen anzustellen sich an dieser Hetzkampagne beteiligt. M.E. ist dies für eine Zeitung, die für sich in Anspruch nimmt, unabhängige und fundierte journalistische Arbeit zu leisten, ein wirkliches Armutszeugnis. Ich bin zutiefst empört, enttäuscht und überrascht über diese Entwicklung. Das es möglich ist, dass wenige frustrierte Eltern den guten Ruf einer Schule und deren Lehrer in kurzer Zeit zunichte zu machen und dass es genügend Beteiligte - aus welchen Gründen auch immer - gibt, die Ihnen dabei hilfreich zur Seite stehen.Die Schule Ratsmühlendamm ist eine wunderbare Schule. Meine Kinder haben hier eine unbeschwerte und behütete Grundschulzeit verlebt bzw. leben sie noch immer. Petra Kreutzer

Ich bin ensetzt über den einseitigen und offensichtlich schlecht recherchierten Bericht über angebliche Misstände an unserer Grundschule. Hier werden Vorwürfe aufgegriffen, die anonym in einem fragwürdigen Internet-Forum gemacht wurden. Hätte Ihr Reporter im Vorfeld zu diesem Artikel eine gründliche Recherche gemacht, hätten sie erfahren, dass der allergrößte Teil der Kinder gerne in diese Schule geht und die Eltern die engangierten Lehrer und ihre Arbeit sehr zu schätzen wissen! Muss man Grundschülern über den Zaun hinweg Fragen stellen? Und warum werden die positiven Stimmen einfach weggelassen? Seriöser Journalismus sieht in meinen Augen anders aus. Wenn Familien angebotene Hilfen nicht annehmen und dann die Verantwortung für das Verhalten ihrer Kinder an die Schule weitergeben um im Internet eine regelrechte Hetzkampagne gegen Lehrer und Schule zu starten, dann darf das nicht in einer so einseitigen Berichterstattung enden. Mila Gläfke

Wir, Eltern der Schule Ratsmühlendamm, sind entsetzt über Ihre einseitige, diffamierende und dilettantische Berichterstattung über die angeblichen Missstände an der Grundschule unserer Kinder. Wir sind schockiert, wie leichtfertig Ihr Blatt sich in eine Rufmord-Kampagne einbinden lässt, die mit einer anonymen Beschimpfung auf einer fragwürdigen Internet-Seite begann. Unsere Kinder fühlen sich in der Schule sehr geborgen. Wir wissen die Arbeit der engagierten Lehrerschaft sehr zu schätzen und erfahren durch die Erzählungen unserer Kinder und gute Kommunikation zwischen den Eltern und den Pädagogen wie gut die Schule unseren Kindern tat und noch tut. Die Kinder fühlen sich persönlich durch die Versuche, die Schule in den Dreck zu ziehen, angegriffen. Auch durch die Art und Weise, wie versucht wurde an sensationshungrige Informationen zu gelangen. Oder ist es üblich Grundschulkinder - ohne die Einverständniserklärung ihrer Eltern - über den Schulhof-Zaun hinweg zu befragen? Wer schützt hier wen? Leittragend sind vor allem die Kinder, die engagierte Lehrerschaft und die engagierten Eltern. Ihre Tageszeitung hat sich hier auf ein journalistisches Niveau herabgelassen, das wir nie für möglich gehalten hätten.

Mila Gläfke, Marion Brosig, Angela Wiggers, Meike Pollnau, Michael Brosig

Mit Interesse lese ich das HA und verfolge Ihre Aktionen für Verbesserungen in der Schullandschaft, z.B. die Patenaktion. Nun berichteten Sie am 21.1.2009 unter der Überschrift "Schwere Vorwürfe gegen Pädagogen der Grundschule Ratsmühlendamm" über angebliche Verfehlungen von Lehrern. In Leserbriefen wurde den Aussagen des Artikels heftig widersprochen. Die Leserbriefe machen einen authentischen Eindruck. Ich habe deshalb große Zweifel, dass dem Artikel eine faire Recherche zugrunde liegt. Stellen Sie sich die Situation vor, wenn Kinder dieser Schule per Patenschaft oder Abo ihrer Eltern den Artikel zu lesen bekommen. Sollen Sie an der eigenen Wahrnehmung der Schule zweifeln, die sie gerne besuchen und von der ihre Eltern begeistert sind? Sollen Sie an der Berichterstattung des HA und der Presse generell zweifeln, wenn sie dort Unzutreffendes finden? Es wäre an der Zeit, dass sich das HA, z.B. durch für Schulfragen kompetente Redakteure, ansehen würde, was Eltern an der betroffenen Schule und der Arbeit der Lehrer so positiv finden. Bleibt der Bericht so stehen, so wirken Sie möglicherweise an einer Art Rufmordkampagne mit, die eine der guten Hamburger Schulen schädigt. Wollen Sie das? Für eine Zeitung, die Kinder zum Lesen animieren soll, wäre es sehr zudem hilfreich, wenn Rechtschreibung, Zeichensetzung und Silbentrennung vorbildlich wären, damit Kinder aus der Zeitung lernen könnten. Täglich stolpere ich über falsch verwendetes "das/dass" und andere Fehler. Prof. Dr. Horst Oberquelle

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben nach Erscheinen Ihres Berichts etwas Zeit verstreichen lassen, damit die Leser einen direkten Eindruck davon bekommen, was Beschwerde führenden Eltern an der beklagten Schule für ein Klima entgegenschlägt.Die Befürworter der herrschenden Verhältnisse haben dies hier und in der Schule erwartungsgemäß anschaulich demonstriert. Schade, dass das bei den Kritikern dieser sachlichen und ausgewogenen Verdachtsberichterstattung das eigentliche Thema (als gewünschter Nebeneffekt?) unterging: Mobbing und Gewalt gegen Kinder. Die Art und Weise, wie Opfer zu Tätern gemacht werden sollen, ist alles andere als nordisch nobel.Wütende Leserbriefe und haltlose Beschimpfungen gegen Opfer und Presse sollen in der Öffentlichkeit einen Eindruck erwecken, der vielleicht dem Empfinden und der Wahrnehmung einiger Elternhäuser entspricht. Sie gilt aber leider längst nicht für alle Schüler und Eltern dieser Schule. Diese Stimmen wurden so lang überhört und mit Repressalien mundtot gemacht, dass sie ihren Unmut bei "Schulradar.de" äußerten. Auch dies führte nicht zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit der Problematik, sondern veranlasste die Schulbehörde zu einer Klage gegen Schulradar, und sorgte damit indirekt für (ungewollten?) Pressewirbel. Seitens der Schule fand die Vorverurteilung der Betroffenen in einem Brief Ausdruck, der an alle Elternhäuser verteilt wurde und auch in der Schule aushing. Alle Eltern und Kinder mussten dort lesen, dass die Vorwürfe schulintern und seitens der Schulbehörde "sehr gewissenhaft geprüft wurden, aber kein Fehlverhalten festgestellt wurde". Lehrer prüfen Lehrer - ein Schelm, wer Böses dabei denkt... So ein Schelm könnte beispielsweise vermuten, dass diesen Aktionen eine Choreographie zugrunde liegt, die gewisse Elternhäuser auf der Bühne der Vorverurteilung und Ausgrenzung lenkt und instrumentalisiert. Dieser Schelm könnte den Aushang und den "Infobrief", der allen Schülern und Eltern aufgedrängt wurde, als Zeugenbeeinflussung werten. Ja, er könnte ihn sogar als Drohgebärde auffassen, um aussagewillige Eltern und Kinder in Angst zu versetzen. Wagt nach dieser "Einstimmung" noch jemand bei der Staatsanwaltschaft auszusagen oder sich bei Schulradar zu äußern? Kann es nicht sein, dass das voreilig bekannt gegebene "Ermittlungsergebnis" diverser Dienstaufsichtsbeschwerden die Arbeit der STA behindert und somit die Straftatbestände der Strafvereitelung im Amt und der Zeugenbeeinflussung erfüllt? Wohlgemerkt: Abseits der Dienstaufsichtsbeschwerden betreibt die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen Personen dieser Schule. Darüber werden zu gegebener Zeit Juristen befinden müssen. Elterninitiative Ratsmühlendamm, Hanno Knierim

Mit Fassungslosigkeit habe ich Ihren sehr einseitig und schlecht recherchierten Bericht über die Schule Ratsmühlendamm zur Kenntnis genommen. Hier ging es dem Verfasser wohl nur um eine reißerische Story und nicht um Fakten. Seit 10 Jahren kenne ich diese Schule durch meine beiden Kinder, die beide mit großer Freude ihre Grundschulzeit erlebt haben. Ich habe bisher sämtliche Lehrer als besonders engagiert,einfühlsam und kompetent kennengelernt. Seit 18 Jahren bin ich Abendblattabonnentin und wurde selten von einem Artikel so enttäuscht. L. Wibbelt

Ihr Artikel zu den angeblichen Missständen an der Schule Ratsmühlendamm ist empörend! Hier wird der Ruf einer Schule und ihrer Lehrer geschädigt, die sich vorbildlich um ihre Schüler bemüht. Ihre einseitige Berichterstattung lässt durchblicken, die Anschuldigen seien wahr. "Die Harmonie trügt" - ganz im Gegenteil. Als Mutter einer Schülerin dieser Schule finde ich es unglaublich, wie Sie die Situation an unserer Schule schildern. Wenn Sie gründlicher recherchiert hätten und nicht nur auf Schlagzeilen aus wären, hätten Sie feststellen können, dass die "Opferrolle" ganz und gar nicht zu A. passt und die Schule Ratsmühlendamm im Gegensatz zu dem, was Ihr Bericht glauben lässt, sehr um jeden einzelnen Schüler und ein friedvolles Miteinander bemüht ist. Wenn Sie über Mobbing an der Schule schreiben, frage ich mich, wer hier eigentlich "gemobbt" wird: doch wohl eher die beschuldigten Lehrer, die nach Meinung der meisten Eltern eine hervorragende Arbeit leisten und nun aufgrund der üblen Nachrede einzelner um ihren guten Ruf kämpfen müssen. Dass obendrein auch noch eine Mutter für ihren freiwilligen Einsatz in der Schule mit einer Anzeige "belohnt" wird, ist erschreckend. Wer wird in Zukunft unter diesen Umständen noch zu Elternarbeit in der Schule bereit sein! Gewalt an Schulen - auch durch Lehrer - ist schrecklich; aber wenn Sie darüber berichten, dann doch bitte seriös und nach ordentlicher Recherche, denn die Beschuldigung Unschuldiger ist ebenso schlimm. Sich auf Informationen einer Internetquelle zu berufen, wo die Beiträge anonym abgegeben werden - ist das noch seriöser Journalismus? - Wohl kaum!

Claudia Zummach

Es ist erschreckend, wie es hier ein paar wenigen Eltern gelingt, eine Hetzkampangne loszutreten. Zufällig habe ich genau mit diesen Leuten meine eigenen Erfahrungen gemacht. Meinem Sohn wurde völlig zu unrecht unterstellt, genau dieses Kind misshandelt zu haben. Ich wurde aufs übelste bepöbelt und mir wurde gedroht. Eine sachliche Klärung des Vorfalls blieb aus. Wie kann es sein, gut arbeitende Pädagogen aufgrund von Lügen dermaßen ins schlechte Licht zu rücken? Wir sind mit diesen Lehrern sehr zufrieden und hoffen, dass sie diese Kampagne unbeschadt überstehen.

Sebastian Stephan**

 

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